Komposter


Sinnvolle Verwertung Ihrer Gartenabfälle mit einem Komposter

Über den Sommer sammeln sich oft viele Gartenabfälle an, die in der grünen Tonne landen. Mit einem Komposter können Sie diese Abfälle verwerten und für Ihre Pflanzen gute Erde herstellen. Das spart Platz in Ihrer Mülltonne und schont Ihre Geldbörse, da Sie keine teuren Produkte mehr kaufen müssen. Erfahren Sie hier alles, was Sie zum Thema Komposter und Kompostieren wissen müssen und wie Sie einen aktiven Beitrag zum Recycling leisten.


Wieso ein Komposter sinnvoll für Ihren Garten ist

Ein Komposter verwandelt mit der Hilfe von kleinen Lebewesen wie zum Beispiel Würmern und Bakterien Pflanzenabfälle in nährstoffreiche Erde. Normalerweise geschieht dies in der Natur automatisch, da Pflanzenteile auf den Boden fallen und die Lebewesen diese im Prinzip direkt „vor Ort” kompostieren. 

Im Garten allerdings schneiden wir unsere Pflanzen meistens ab, sobald sie verrottet sind, wir ernten die Früchte im Beet und entfernen das Laub. Dadurch greifen wir in den natürlichen Zyklus ein und entziehen dem Boden wertvolle und wichtige Nährstoffe. Meistens gleichen wir das mit Produkten aus dem Baumarkt wieder aus, um der Erde Nährstoffe hinzuzufügen. 

Mit einem Komposter können Sie diese Kosten jedoch sparen, indem Sie die Pflanzenreste, Laub oder Bioabfall aus Ihrer Küche recyceln. Das Ergebnis nach dem Kompostieren ist eine gute und nährstoffreiche Erde, die Sie Ihrem Garten für neue Pflanzen oder zum Düngen hinzufügen können. So sparen Sie außerdem das Geld für die Entsorgung und leisten einen Beitrag zum aktiven Umweltschutz.


Wie lange dauert der Kompostiervorgang?

Wie viel Zeit der Kompostiervorgang in Anspruch nimmt, hängt immer davon ab, wo Sie Ihren Komposter anlegen und ob Sie einen Schnellkomposter oder einen offenen Komposthaufen verwenden. Grundsätzlich sollten Komposter immer an schattigen Orten aufgestellt werden, um Schimmelbildung und unangenehme Gerüche zu vermeiden.

Der Kompostiervorgang nimmt im Sommer in der Regel vier bis sechs Monate in Anspruch, im Winter kann es bis zu zwölf Monate dauern, bis der Kompost fertig ist. Mit einem Schnellkomposter, auch Thermokomposter oder Ganzjahreskomposter genannt, können Sie den Prozess um ein vielfaches beschleunigen.

Thermokomposter sind aus Plastik hergestellte Boxen, die eine isolierende Ummantelung besitzen, dadurch wird die Temperatur im Inneren effektiv gespeichert und der Rottvorgang wird angekurbelt.


Wann ist der Kompost reif? - Der Kressetest

Um herauszufinden, ob Ihr Kompost reif ist, können Sie den Kressetest vornehmen. Hierfür nehmen Sie eine Handvoll Kompost, mischen diesen mit Gartenerde in einem Topf und fügen Kressesamen hinzu. Der Topf wird dann mit einer durchsichtigen Folie abgedeckt. Wenn nach einer Woche aus den Samen viele Keime hervorgehen die weiter wachsen, ist Ihr Kompost reif und zur Verwendung bereit. Reifer Kompost riecht übrigens nach feuchter Walderde. 

Wenn Sie Ihren Komposter das erste Mal verwenden empfiehlt es sich zur Beschleunigung des Kompostiervorgangs, einige Eimer bereits kompostierte Erde mit einzumischen. Diese enthält bereits viele Mikroorganismen und kurbelt den gesamten Vorgang an. Sollten Sie keinen Kompost zur Hand haben, können Sie für die erste Verwendung auch einen „Kompoststarter“ aus unserem Gartenpflege-Sortiment kaufen.


Was darf alles in einen Komposter?

Im Komposter können Sie im Prinzip alle organischen Abfälle verwerten. Dies sind zum Beispiel Gartenabfälle wie Laub, Pflanzenreste oder Sträucher. Auch Rasenschnitt kann dem Komposter hinzugefügt werden, achten Sie hier aber darauf nur geringe Mengen zu verwerten.

Des Weiteren können viele Arten von Küchenabfällen wie Obst und Gemüse, aber auch Kaffeefilter und Teebeutel auf den Kompost. Auch diverse Papierprodukte wie Taschentücher, dünne Pappe und Küchenpapier können in einem Komposter recycelt werden. Übrigens lieben Regenwürmer Zwiebelschalen und Kaffeesatz.

Beachten Sie aber, dass Sie auf keinen Fall Pflanzenreste, die von Schädlingen befallen sind, oder tierische Abfälle wie Milchprodukte auf Ihrem Komposter entsorgen. Ebenfalls sollten Sie gespritzte Früchte wie Bananen und Zitronen vermeiden, da Mikroorganismen diese nicht verarbeiten können.