Wie halte ich meinen Pool sauber? Die richtige Poolpflege und Reinigung

14.08.2020

Sommer, Sonne, Hitzerekord! 

Was gibt es da Besseres als eine Erfrischung im kühlen Nass? Wenn das Freibad überfüllt oder einfach zu weit entfernt ist, bietet der Swimming Pool im eigenen Garten die ersehnte Abkühlung. Doch  nach der Freude, endlich das erste Mal schwimmen gehen zu können, folgt der Schock: grünes Poolwasser! Ein solches Horrorszenario lässt sich mit ein wenig Know-How in Sachen Poolreinigung und Poolpflege leicht unterbinden.

Pool wird mit Sauger gereinigt

Wer den Pool hat, hat die Arbeit – oder doch nicht?

Den eigenen Pool auf lange Zeit frei von Verschmutzungen jeglicher Art und das Wasser rein zu halten, benötigt im Grunde gar nicht so viel Aufwand, wenn man von vorneherein einige Dinge beachtet und die richtige Ausrüstung zur Poolpflege hat. Wer regelmäßig prüft, dass der Pool sauber ist, erspart sich noch aufwändigere Reinigungen zu Saisonbeginn.

Das Poolwasser ist trüb oder verfärbt – woran liegt das? 

Wenn wir im Wasser schwimmen hinterlassen wir eine Vielzahl kleinster organischer und mineralischer Teilchen: sogenannte Schwebstoffe. Sie können sich im Wasser nicht auflösen und führen auf Dauer zu merkbaren Verunreinigungen, wie Eintrübung oder Verfärbung des Wassers.

  • Ist das Wasser grün verfärbt, bedeutet dies, dass sich darin Algen gebildet haben. Ursache hierfür ist neben externen Faktoren häufig ein zu hoher pH-Wert des Wassers (dieser sollte zw. pH 7 – 7,4 liegen). Neben der unschönen Verfärbung des Wassers und einem oft unangenehmen Geruch bieten die Algen vor allem einen guten Nährboden für Bakterien und andere Krankheitserreger.
  • Eine braune Verfärbung des Wassers, spricht für die Ablagerungen von Kupfer oder Eisen. Hiergegen hilft spezielle Chemie, um die Wasserqualität wieder herzustellen.
Pool mit grün verfärbtem Wasser

Wie kann ich der Verunreinigung des Pools vorgebeugen?

Wer sich einen neuen Pool anlegt, sollte bereits von Beginn an einige kleine aber wichtige Dinge beachten. So kann Ihr Pool von vorne herein bereits vor gröberer Verschmutzung bewahrt bleiben und umständliche, sowie kostspielige Reinigungen bleiben aus.

1. Den richtigen Standort für den Pool auswählen!

Eibaupool in einem Garten mit Bepflanzubg

Bereits bei der Planung und beim Bau des Pools sollte man beachten, den Pool so anzulegen, dass dieser möglichst wenig verdreckt werden kann. Laub von nahestehenden Bäumen und Sträuchern, sowie Dreck von Tieren, die im Garten leben, kann zu starker Verunreinigung des Wassers führen. Im direkten Umfeld der Poolanlage sollte also jederzeit auf Sauberkeit geachtet werden. Je weiter entfernt der Pool von Bäumen steht steht, desto besser. Hier haben wir Ihnen ein paar wichtige Tipps zum Thema  "Pool Aufbauen" zusammengestellt.

2. Die Filteranlage regelmäßig überprüfen und reinigen!

Wechseln des Filters

Um den Pool gut in Schuss zu halten, sollte die Filteranlage regelmäßig überprüft und rückgespült und im Bedarfsfall gereinigt werden. Die Filter bzw. der Sand einer Sandfilteranlage sollten regelmäßig ausgetauscht werden. Dass der Pool mit einer für seine Größe entsprechenden Filteranlage ausgestattet ist, ist essentiell für eine kontrollierte Wasserpflege – ungeeignete Ausrüstung kann häufig Ursache vieler Probleme sein. 

Wer hier von Beginn an auf ein gut abgestimmtes System setzt, erspart sich eine Menge Mehrarbeit, die im Falle einer Umrüstung des Pool anfallen würde.

3. Abdeckung des Pools zum Schutz!

Pool wird mit Plane abgedeckt

Ganz verhindern lässt sich die Verschmutzung vor allem durch externe Faktoren, wie Laub leider selten. Deshalb ist es unabdingbar, den Pool zum Beispiel mittels einer Abdeckplane ganzjährig zu schützen. Abdeckplanen schützen nicht nur das Wasser vor Verschmutzung sondern auch das Becken vor der Abnutzung durch Witterung. 

Alternativ ermöglicht zum Beispiel ein Sonnendach die Überdachung des Wassers bei gleichzeitiger Poolbenutzung und bietet somit auch Badespaß bei weniger guten Wetterbedingungen. 


Erfahren Sie, mit welchen Hilfsmitteln sie ihren Gartenpool am besten überwintern können! In nur 5 Schritten machen Sie ihren Pool winterfest und können im Frühjahr sorgenfrei in die neue Saison starten!


Den Pool richtig reinigen!

Poolreinigung mit einem Poolsauger

Grundsätztlich besteht die richtige Reinigung und Pflege des Pools aus zwei Arbeitsschritten. Im ersten Schritt wird der Pool mit einigen wenigen Hilfsmitteln von grober Verschmutzung gereinigt. Anschließend kommen chemische Mittel zum Einsatz, um die korrekte Wasserqualität zu garantieren.

Manuelle Grundreinigung

Regelmäßige Reinigung des Pools ist wichtig. Mit nur wenigen Hilfsmitteln, kann man grobem Schmutz im Wasser bereits beikommen.
Mit einem einfach Kescher können an der Wasseroberfläche schwimmende Blätter und Algen etc. entfernt werden. Für das Befreien der Poolwände und des Bodens von Algenbefall gibt es geeignete Poolbürsten und Bodensauger, die je nach Funktion und Modell an die Pumpe angeschlossen werden können.  
Wer nicht selbst Hand anlegen möchte, oder einfach einen zu großen Pool besitzt, um diesen komplett abschrubben zu können, kann zum Beispiel einen Saugroboter zur Bodenreinigung einsetzen.

Für die "grobe" Reinigung reichen häufig schon wenige Ausrüstungsgegenstände, wie ein Kescher und eine Bürste.

Teich-Schlammsauger Pondovac 4 von Oase

Bewährt hat sich auch der Einsatz des Pondovac Teichschlammsaugers von Oase. Dieser kann je nach Modell bis zu einer Wassertiefe von 2,5 m eingesetzt werden. Durch seinen leistungsstarken Motor eignet er sich besonders für die Reinigung selbst größerer Pools. 

Saugroboter für Pools

Die luxurösere und vollautomatische Lösung bieten Saugroboter wie der Poolrover von myPOOL. Einmal angestellt, fährt er in ca. 1-2h den Poolboden ab und filtert während der Reinigung auch das Wasser. Dazu muss er an die Filteranlage angeschlossen werden.

Wasserqualität mit chemischen Hilfsmitteln verbessern

Nach der Grundreinigung des Pools ist die Kontrolle und Regulierung der Wasserqualität der nächste wichtige Schritt. Die wichtigsten chemischen Faktoren zu Wasserhygiene sind der pH-Wert und der Chlorgehalt:

pH-Test
  1. pH-Wert: Insgesamt ist immer auf einen korrekten pH-Wert zu achten, da es sonst neben den oben beschriebenen Verunreinigungen zu Hautreizungen oder der Ablagerung von Kalk sowie bei zu geringem pH-Wert zu Korrosion und Schäden der Filteranlage kommen kann. Mit Wasserteststreifen und pH-Regulierungsprodukten kann hier abgeholfen werden.
  2. Chlorgehalt: Zur Desinfektion des Poolwassers dient das Chlor, welches in der Regel in Tablettenform in einem Skimmerkorb im Wasser aufgelöst wird. Die Tabletten dürfen niemals direkt in das Wasser gegeben werden, da es sonst bei Kontakt zur Außenwand des Pools zu Beschädigungen kommt. Den Menge an Chlor ist vom Volumen des Beckens und der Wassermenge abhängig – die Angaben der Produktbeschreibung sollten hierbei dringend berücksichtigt werden. Wenn die Algenverschmutzung sehr hoch und das Wasser bereits grün ist, wird eine Schock-Chlorung durchgeführt und anschließend die Filteranlage für mindestens 48 Stunden betrieben.
  3. Flockungsmittel: Ein Flockungsmittel hilft gegen die feinen Schwebteilchen im Wasser, indem es diese verklumpt und sie so anschließende durch die Filteranlage herausgefiltert werden können.

Einen allgemeinen Überblick zum Thema "Pool im eigenen Garten" finden Sie hier.

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