Hochbeet bauen - Anleitung, Kaufberatung, nützliche Infos

Datum: 16.01.2019


Eigenes Gemüse aus dem Garten? Schmackhaft, ungespritzt und garantiert bio? Kein Problem mit einem Hochbeet! Gartenarbeit kann mit der Zeit, allein schon durch das ständige Bücken und Knien sehr mühsam sein. Die Höhe, in der man beim Gärtnern arbeitet ist oft alles andere als ergonomisch.

Mit einem Hochbeet ist dieses Problem ganz einfach behoben. Der folgende Artikel gibt Ihnen einen umfassenden Überblick und erklärt alles was Sie für den Bau eines Hochbeets und eine erfolgreiche Ernte wissen müssen!

Hochbeet: Schichtaufbau Skizze

Inhaltsverzeichnis


Was ist ein Hochbeet?

Einfach erklärt ist ein Hochbeet ein Gartenbeet, welches eine erhöhte Pflanzfläche mit senkrechten Wänden hat. Im Inneren finden sich unterschiedlich dicke Schichten aus Erde, Kompost und Grünschnitt. Durch diesen Aufbau ergeben sich besonders günstige Wachstumsbedingungen, was sich in besseren Erträgen widerspiegelt. 

Der Faktor Bequemlichkeit ist bei weitem nicht der einzige Vorteil den Ihnen ein Hochbeet bietet. Seit vielen Jahren sind Hochbeete zunehmend beliebter und finden sich mittlerweile in vielen Gärten. Doch auch wenn Ihnen nur ein Balkon oder eine Terrasse zur Verfügung stehen können Sie trotzdem ein Hochbeet bauen. Denn gerade bei beengten Platzverhältnissen ist Gemüseanbau im Hochbeet ein voller Erfolg! 

Im Hochbeet geschehen auf kleinem Maßstab besonders günstige, bodenbildende Prozesse. Wie in einem intakten Ökosystem in der freien Natur auch bildet sich von selbst ein optimales Bodenklima. Das hat den großen Vorteil, dass - anders als beim klassischen Freilandanbau - keine Düngergaben nötig sind und die Bodentemperatur konstant höher ist. 


Gartenarbeit kann durch häufiges Bücken und Knien schnell richtig mühsam werden. Ein Hochbeet schafft Abhilfe!  


Dank der erhöhten Arbeitsposition ist das Hochbeet ideal für stehende Gartenarbeit, denn so lassen sich die Pflanzen ohne bücken und hinknien erreichen, was gelenk- und rückendschonend ist. Insbesondere für den Gemüse- und Kräuteranbau ist ein Hochbeet die ideale Variante. Während dem Kochen schnell nach draußen und ein paar frische Kräuter zupfen - kein Problem mit einem Hochbeet. 

Wer es besonders einfach haben möchte, kann sich ein fertiges Hochbeet bzw. einen Hochbeet-Bausatz kaufen – oder sich selbst eins bauen. Bei mein-gartenshop.de finden Sie zahlreiche tolle Hochbeet Modelle. Naturbelassenes Holz oder die kesseldruckimprägnierte Variante, pflegleichter Kunststoff oder ein Hochbeet aus hochwertigem Metall – bei uns finden Sie garantiert das passende Hochbeet für Ihre Wünsche! 

Was sind die Vorteile eines Hochbeets?

  • Bequem zu pflegen dank angenehmer Arbeitshöhe 
  • Rücken- und gelenkschonend 
  • Reduzierter Befall von Schnecken und Ungeziefer 
  • Weniger Unkraut 
  • Frühere und höhere Ernte durch die Wärme, die während dem Verrottungsprozesse entsteht 
  • In der Regel keine Düngung nötig 
  • Auch in Gärten mit schlechtem Boden ist ein optimaler Ertrag möglich 

Wie funktioniert ein Hochbeet?

Zahlreiche Pflanzen und Gemüsesorten gedeihen in einem Hochbeet schneller und bringen eine höhere Ernte. Der Grund dafür ist der höhere Nährstoffhaushalt und das insgesamt günstigere Mikroklima. Durch die beim Verrottungsprozess freigesetzte Wärme wird die Anbauphase länger. Sie können früher mit dem Anbau im Freien beginnen, die Ernte findet je nach Pflanze bis zu 6 Wochen früher statt und bei geschickter Planung sind - selbst in unseren Breitengraden - mit ein wenig Erfahrung und dem entsprechenden Zubehör sogar zwei Ernten möglich. 


Tipps zu praktischem Hochbeet-Zubehör finden Sie am Ende dieses Artikels. 


Durch den künstlichen Bodenaufbau in Schichten haben Ihre Pflanzen jederzeit eine optimale Versorgung mit Nährstoffen. Der umweltfreundliche Kompost setzt bei seiner Verrottung Wärme frei. Beim Befüllen des Hochbeets wird mit der untersten Schicht aus Baum- und Strauchschnitt eine effektive Belüftung sichergestellt. Diese Schicht zündet sozusagen den Turbo für die Kompostierung. Der Prozess geht schneller und deutlich effektiver: Mehr Nährstoffe und Wärme direkt an den Wurzeln! 

Was ist die optimale Höhe? Welche Maße sollte mein Hochbeet haben?

Für ein bequemes, ergonomisches Gärtnern gilt es, vor dem Kauf eines Hochbeets ein paar einfache Dinge zu beachten. Damit Sie später sämtliche Vorteile eines Hochbeetes auch voll nutzen können und Ihnen die Gartenarbeit erleichtert wird, sollten Sie sich zunächst überlegen wieviel Anbaufläche Sie benötigen und vor allem: wieviel Platz steht Ihnen zur Verfügung? 

Haben Sie einen relativ kleinen Balkon oder möchten Sie nicht unnötig viel von Ihrer Terrasse opfern? Dann kommt ein etwas kompakteres Hochbeet-Modell wie das KGT Woody Light, oder das KGT Woody 130 für Sie in Frage.  

Sie haben eine freie Ecke im Garten und ausreichend Platz? Herzlichen Glückwunsch, denn dann können Sie zum Beispiel im größten Hochbeet von KGT, dem Woody 210, oder das hochwertige Metall-Hochbeet von Biohort mit wahlweise bis zu 3,9 m² Anbaufläche und einem Volumen von bis zu 2,9 m³ Ihr eigenes Gemüse anbauen. 

Die Frage, welche Maße das eigene Hochbeet genau haben soll lässt sich nicht pauschal beantworten. Der Grund ist: die genaue Größe des Hochbeets richtet sich nach der Körpergröße des Besitzers. Schließlich ist der größte Vorteil eines Hochbeets das besonders bequeme Arbeiten. Das bedeutet, jeder Punkt der Pflanzfläche sollte von der Seite aus bequem erreichbar bleiben. 


Die ideale Höhe für die Pflanzfläche beträgt 80 cm bis 100 cm und sollte 120 cm nicht übersteigen. So lässt es sich herrlich bequem im Stehen arbeiten. 

Hat das Hochbeet eine Tiefe, die die doppelte Armlänge (80 cm sind hier ein guter Richtwert) nicht überschreitet kann ganz bequem gegärtnert und gewerkelt werden.   


Plant man dagegen eher die Arbeit im Sitzen, dann reicht eine Beethöhe von 50 cm bis 65 cm aus. Eine solche Beethöhe ist auch bei höher wachsenden Pflanzen von Vorteil. Ertragreicher Tomatenanbau im Garten ist das ideale Einsatzgebiet für ein etwas niedrigeres Hochbeet denn Sie kommen von jeder Seite ganz einfach an die Pflanzen heran und können diese auf Augenhöhe begutachten. Sie übersehen keine Schädlinge, entdecken Krankheiten frühzeitig und brauchen sich beim regelmäßigen Ausgeizen nicht zu verrenken! 

Wie lang Ihr Hochbeet sein darf hängt von der Fläche die Sie zur Verfügung haben ab. Spätestens wenn nach ein paar Jahren der Austausch der Erde ansteht werden Sie für ein Hochbeet mit einer Länge von mindestens 1,5 Metern dankbar sein. Denn dann können Sie in das Beet steigen und die Erde bequem mit einer Schaufel entfernen! 

Welche Arten von Hochbeet gibt es?

Ein Hochbeet aus Holz ist definitiv die klassische, häufigste Variante. Ein Holzhochbeet kann in der Wunschfarbe gestrichen werden und hält mit einem guten Schutzanstrich viele Jahre. Die Lebensdauer von hochwertigen Modellen aus zum Beispiel Lärchen-, Douglasien- oder sonstigem Hartholz kann mit einem konstruktiven Holzschutz, wie Regenfabflussleisten und dergleichen zusätzlich erhöht werden. 

Ebenfalls sehr beliebt und dazu noch richtig vielseitig sind Hochbeete aus Kunststoff. Diese werden häufig als Baukastensystem angeboten und können so nach belieben erweitert werden. Kunststoff hat eine ähnlich lange Lebensdauer wie die Metall-Variante, ist pflegeleichter als Holz. Kunststoffhochbeete sind zudem leichter und können einfach transportiert werden. 

Metallhochbeete überzeugen mit Ihrer eleganten, hochwertigen Optik und sind eine Anschaffung fürs Leben. Markenhersteller wie Biohort statten das Material mit einer aufwändigen Feuerverzinkung und einem Einbrennlackierverfahren aus. Das bedeutet: steht das Hochbeet aus Metall erst einmal im Garten, braucht man sich über dessen komplette Lebensdauer keine Gedanken über die Pflege mehr zu machen. 

Gabionen wurden in den letzten Jahren zu einem wichtigen Element der Gartengestaltung. Dabei sind die eleganten Drahtgitterkörbe für weitaus mehr zu gebrauchen als vielen bekannt ist. Ein Gabionen Hochbeet wird garantiert zum Blickfang in Ihrem Garten, es ist schnell aufgebaut, bietet eine sehr gute Stabilität und seine Steine speichern die Wärme und geben sie in den Abendstunden langsam wieder an die Erde ab! 

Qualitätsmerkmale: Woran erkenne ich ein gutes Hochbeet?

Ein Hochbeet steht 365 Tage im Jahr im Freien und ist der Witterung ausgesetzt: klirrende Kälte im Winter, wechselhaftes Frühlingswetter, pralle Sonne und Hitze im Sommer, Dauerregen im Herbst! Das Material wird stark beansprucht und muss einiges aushalten. Sie möchten mit ihrem Hochbeet bequem Gärtnern und tolle Erträge erzielen? Dann wäre es doch Schade wenn eine nächtliche Schneckeninvasion Ihren Salat vernichtet oder Wühlmäuse Ihre Gänge im Wurzelhorizont bauen. 

Achten Sie beim Kauf eines Hochbeets auf folgende Dinge: 

- Schneckenschutz/Schneckenkante 
- Wasserablauf (z.B. durch gerundete Handlaufkanten) 
- Holzart und wie das Holz vorbehandelt ist 
- Die Beschichtung, beziehungswiese Lackierung 
- Fundamentrahmen aus Stahlblech (am Besten verzinkt) 
- Stabile Bauweise (achten Sie hier bei einem Hochbeet aus Holz auf die Stärke   der Eckpfosten) 
- Erhältliches, bzw passendes Zubehör 
- Kann das Hochbeet ausgebaut werden? Gibt es Erweiterungsmöglichkeiten? 
- Nicht zu letzt: wie lange ist die Herstellergarantie? 

Wie so oft im Leben hat Qualität Ihren Preis. Investieren Sie am Anfang lieber etwas mehr und haben Sie länger Freude an Ihrem Hochbeet. Unsere Markenhersteller wie KGT, Biohort  und Weka sind bekannt für ihre besonders langlebigen Konstruktionen und hervorragende Erweiterungsmöglichkeiten! 

Aufbau eines hochwertigen Hochbeets

Checkliste: Welche Materialien benötige ich für mein Hochbeet?

  • Hochbeet Bausatz 
  • engmaschiges Drahtgitter 
  • Teichfolie 
  • Füllmaterial für das Beet (siehe unten "Wie fülle ich mein Hochbeet?") 
  • Pflanzensetzlinge, Samen 

Hochbeet anlegen: Schritt-für-Schritt Anleitung

Nachdem Sie sich für einen geeigneten Standort für Ihr Hochbeet entschieden haben kann der Bau des Hochbeets fast schon beginnen. Bevor Sie sich ans Werk machen, legen sie sich alles Werkzeug und natürlich auch Ihren Hochbeetbausatz zurecht. 


Schritt 1: Den Standort für das Hochbeet wählen

Der ideale Standort für ein Hochbeet ist von Norden nach Süden ausgerichtet. Dadurch ist eine optimale Nutzung des Sonnenlichts sichergestellt. Ebenfalls praktisch: in der Nähe des Hochbeets findet sich eine Wasserquelle. So bleiben die Wege beim Gießen schön kurz! 

Schritt 2: Die Größe abstecken

Stecken Sie an der Stelle, an der das Hochbeet später stehen soll dessen Größe ab. Nun heben Sie eine 20 cm bis 30 cm tiefe Grube aus. Auf diese kommt im nächsten Schritt das Beet. 

Schritt 3: Montage des Hochbeets

Gehen Sie beim Aufbau so vor, wie in der Montageanleitung beschrieben. Bevor Sie mit dem Befüllen Ihres Hochbeets beginnen folgen noch zwei wichtige Schritte. 

Schritt 4: Drahtgitter an der Innenseite anbringen

Das aufgebaute Hochbeet wird an der Innenseite mit einem engmaschigen Drahtgitter ausgekleidet. Dieses dient dem Schutz vor Wühlmäusen und Maulwürfen und reicht an der Innenwand bis zur halben Beet-Höhe (mindestens 20 cm, besser 30 cm über dem Boden). Achten Sie darauf, dass der Maschendraht überlappt und keine Stelle ausgelassen wird und befestigen Sie diesen, zum Beispiel mit einem Tacker an den Wänden. 

Schritt 5: Teichfolie als Nässeschutz  

Anschließend werden die Innenwände komplett mit Teichfolie ausgekleidet. Diese wird ebenfalls angetackert. Warum Teichfolie für das Hochbeet? Die Folie ist verrottungsbeständig und dient dazu, das Hochbeet vor Fäulnis zu schützen. Auch bei einem selbstgebauten Hochbeet aus Stein empfiehlt sich dieser Schritt, so wird verhindert, dass Wasser nach außen sickert. 
 


Hochbeet auf dem Balkon oder der Terrasse bauen

Ein Hochbeet eignet sich auch für den Balkon oder die Terrasse – baut man das Hochbeet auf Rollen, so ist es mobil und lässt sich leicht verschieben. Zu beachten ist allerdings, dass je nach Volumen eine stabile Unterkonstruktion Voraussetzung ist. Als Material nimmt man am besten Holz oder dünnes Blech. 

Ein Drainageböden oder Filtervlies als Boden tragen zu einer besseren Wasserregulierung bei und verhindern das Auslaufen der Erdschicht. Aufgrund des fehlenden Bodenkontakts findet auf dem Balkon oder der Terrasse kein Nährstoffaustausch statt. Das kann mit wohl dosierter Düngergabe einfach behoben werden. Für einen optimalen Ertrag empfehlen sich unsere Bio-Dünger von Compo!

Ihr Hochbeet auf dem Balkon oder der Terrasse bauen sie am besten im Herbst oder zeitig im Frühjahr auf. So bleibt Ihnen die komplette Saison für Ihre erste eigene Ernte!   

Hochbeet selbst bauen und anlegen - DIY

Hochbeete können aus verschiedenen Materialien wie Stein, Ziegel, Betonplatten oder Blech sein, meistens verwendet man dafür aber Holz. Auch ohne Schutzbehandlung ist Lärche sehr lange haltbar und widerstandsfähig, weshalb sie sich besonders gut als Holz zum Hochbeetbau eignet. Ein Vorteil zur gekauften Variante: Bei der Do-it-yourself-Variante kann man das Hochbeet ganz individuell und mit den gewünschten Maßen anlegen. Zahlreiche DIY-Blogs haben tolle Anleitungen, wie man aus Brettern, Teichfolie, Drahtgitter und Co selbst Hand anlegen kann. 

Hierbei sollte man allerdings ein paar Punkte beachten: der Zeitaufwand für die Planung, das Beschaffen der Materialien, die Stabilität, die Haltbarkeit und natürlich auch die spätere Optik sollten ebenfalls mit berücksichtig werden. Schließlich will niemand einen windschiefen Schandfleck in den Garten bauen - Sie sehen Ihr Hochbeet viele Jahre! Versierte Heimwerker haben mit dem Bau eines individuellen Hochbeets auf jeden Fall ein tolles Projekt für die ersten sonnigen Wochenenden im eigenen Garten.

Wann fülle ich mein Hochbeet?

Abhängig von der Wetterlage kann man das Hochbeet bereits im Februar als Frühbeet zur Aufzucht von Jungpflanzen oder Gemüse nutzen und frostsichere Kulturen wie Feldsalat oder Spinat säen. Eine Haube als Abdeckung bietet den Sprösslingen Schutz vor zu kalten Temperaturen. Der Nutzungszeitraum für das Hochbeet ist je nach Witterung von Februar bis Oktober.

Möchte man die Gartensaison möglichst effektiv nutzen und den maximalen Ertrag erhalten, dann wird das Hochbeet logischer Weise am besten schon im Herbst gebaut und gefüllt. Oft ergibt sich aber der Plan, ein eigenes Beet zu bauen erst während der Wintermonate und - wer kennt das nicht - spätestens, wenn die ersten sonnigen Frühlingstage anstehen steigt die Lust auf Gartenarbeit. In diesem Fall wird nach Ende der Frostperiode das Hochbeet gebaut und befüllt.

Selbstverständlich kann man sich ohne Weiteres auch erst mitten im Jahr für ein Hochbeet entscheiden! Das hat genau genommen den großen Vorteil, dass die Natur in voller Pracht steht und da man ohnehin viel Zeit im Garten verbringt kann man hervorragend einschätzen, welches der optimale Standort für das Hochbeet ist. Einziger Nachteil: das Gartenjahr ist dann bereits in vollem Gange und die Ernte fällt eben etwas kleiner aus.

Skizze: Wie fülle ich mein Hochbeet?

Das Wichtigste für eine erfolgreiche Ernte im Hochbeet ist neben ausreichend Licht und dem richtigen Standort das Befüllen. Als Faustregelt gilt: nach oben hin wird das Füllmaterial des Hochbeets zunehmend feiner. So ist wie in der freien Natur eine optimale Durchlässigkeit des Bodens sichergestellt, für die empfindlichen Wurzeln schädliche Staunässe wird effektiv vermieden.

Idealerweise besteht das Hochbeet aus vier bis fünf Schichten, deren Stärke jeweils circa 10 cm bis 25 cm beträgt:

Hochbeet Skizze: richtiger Aufbau der Schichten

Schichtaufbau beim Befüllen eines Hochbeets

Schicht 1: Grobe Holzabfälle von Baum- und Strauchschnitt oder COMPO Bio Holzschnitzel

Schicht 2: Laub, Rasenschnitt oder Grünabfälle (nur Pflanzenreste von gesunden Pflanzen verwenden)

Schicht 3: Gartenerde

Schicht 4: Kompost wie z.B. der COMPO Bio Gärtner-Kompost

Schicht 5: Hochbeeterde wie z.B. der COMPO Bio Hochbeeterde

Die richtige Erde fürs Hochbeet

Ein ganz wichtiger Vorteil des eigenen Hochbeets ist, dass unabhängig von der Bodenqualität, durch den optimalen Bodenaufbau ein hoher Ertrag sichergestellt ist. Ein Gartenhochbeet hat eine Verbindung mit dem Mutterboden, hier findet der wichtige Nährstoffaustausch statt. Doch selbst wenn der anstehende Boden karg und ungünstig ist, lassen sich mit der optimalen Bodenzusammensetzung besonders günstige Wachstumsbedingungen erzeugen. Der grundlegende Aufbau in Schichten wurde ja bereits erklärt: von unten nach oben hin werden die Schichten zunehmend feiner.

Nach der Schicht mit dem Baum- und Strauchschnitt und den Grünabfällen folgt eine Schicht Garten-, beziehungsweise Muttererde. Diese ist wichtiger, als viele denken, denn durch die natürlich im Boden vorkommenden Bodenbakterien und Kleinstlebewesen wird langfristig ein gesundes Bodenklima aufrechterhalten.

Sie haben keinen Strauchschnitt? Dann eignen sich COMPO Bio Holzschnitzel, um eine optimal durchlüftetet Grundschicht im Hochbeet zu erreichen! Für sämtliche „künstlichen“ Schichten im Hochbeet haben sich hochwertige Produkte bestens bewährt. Diese werden streng kontrolliert und Sie holen sich kein Unkraut in den Garten!

Nicht jeder hat gleich zu Beginn seiner Hochbeet-Karriere ausreichende Mengen Kompost zur Hand. Ein Komposter lohnt sich auf jeden Fall, denn mit ihm schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Ihre Küchenabfälle werden optimal verwertet und Sie erhalten Kompost allerbester Qualität sozusagen zum Nulltarif! Achten Sie bitte unbedingt auf Bio-Qualität und einen hohen Humusanteil, wie beim COMPO Bio Gärtner Kompost!

Spezielle Hochbeeterde ist reich an Nährstoffen und bietet eine rein organische Aufdüngung. In den letzten Jahren völlig zurecht immer wichtiger: das sie torffrei ist. Denn Torf wird wirtschaftlich in schützenswerten Mooren abgebaut. Hier entstehen große Mengen Treibhausgase und die schönen Moorlandschaften werden unwiderbringlich zerstört. Daher leisten Produkte wie die COMPO Bio Hochbeet- und Gewächshauserde einen kleinen, aber wichtigen Beitrag, langfristig das Klima und diese wertvollen Landschaften zu schützen.

Das Hochbeet richtig bepflanzen: Fruchtfolge beachten

Bei der Kombination von Gemüsesorten und Kräutern sollte man beachten, dass sich nicht alle gut miteinander vertragen. Manche Kombinationen hingegen wirken auf bestimmte Tiere abschreckend und reduzieren sogar das Risiko von Pflanzenkrankheiten.

So sollte z.B. vermieden werden, dass man Salat neben Petersilie pflanzt oder Kohlarten direkt nebeneinandersetzt. Basilikum wirkt schützend vor Mehltau, wenn es neben Gurke und Zucchini gepflanzt wird. Erdbeeren freuen sich besonders über Petersilie als Nachbarn zur Schneckenabschreckung. Abhilfe schafft auch ein Schneckenschutz, einen solchen bieten wir übrigens für zahlreiche Hochbeetmodelle als Original-Zubehör an.

  • Im ersten Jahr eignen sich vor allem stark zehrende Pflanzen wie Tomaten, Paprika, Kartoffeln, Lauch, Sellerie, Gurken, Kohl oder Zucchini, da das Hochbeet am Anfang die meisten Nährstoffe enthält.
  • Im zweiten Jahr sollte man mittelstark zehrende Kulturen wie Fenchel, Möhren, Spinat, Zwiebeln, Knoblauch, Rettich oder Kohlrabi pflanzen.
  • Das Anpflanzen von Schwachzehrern wie Feldsalat, Kräuter, Kresse, Erbsen, Radieschen oder Bohnen folgt dann im dritten Jahr.
  • Nach 5 bis 7 Jahren wird das Beet neu angelegt, da nach diesem Zeitraum der Nährstoffgehalt des Bodens erschöpft ist.
Ertragreiche Ernte aus dem Hochbeet

Hochbeet winterfest machen

Sie hatten einen schönen Sommer im Garten, die Erntezeit ist vorbei und der Herbst steht vor der Tür. Nun ist es an der Zeit, das Hochbeet winterfest zu machen. Zum Glück sind Hochbeete ausgesprochen pflegeleicht und mit ein paar wenigen Handgriffen winterfest.

Die Vorbereitungen für den Winter sehen wie folgt aus: zunächst wird an der Oberfläche wird alles abgeerntet und die Pflanzen werden zurückgeschnitten. Anschließend entfernen Sie eventuelle faule Pflanzenreste. Nun wird das Beet mit einer Harke aufgelockert um die oberste Bodenschicht aufnahmefähig zu machen und für eine bessere Bodenbelüftung zu sorgen.

Tipp: werfen Sie die verbleibenden Reste der Pflanzen nicht gleich weg, sondern behalten Sie einen Teil. Diese sind ideal geeignet um das Beet zu mulchen.

Bei einem Holzbeet empfiehlt es sich, dafür zu sorgen, dass es zu keiner Staunässe kommt. Dafür decken Sie es einfach mit zum Beispiel Dachpappe oder mit einem Vlies ab. Nun ist Ihr Hochbeet winterfest!

Während die Gartensaison ruht und das Beet auf das Frühjahr wartet, können Sie in Ruhe die Bepflanzung für die nächste Saison planen und sich auf die Suche nach geeignetem Saatgut machen.

Praktisches Zubehör fürs Hochbeet

Mit ein paar kleinen Extras ist das Gärtnern mit dem Hochbeet noch einfacher und der Ertrag wird noch größer. Mit ein wenig Geschickt lassen sich viele Dinge, die eigentlich als Gewächshauszubehör konzipiert sind auch für Hochbeete nutzen, beziehungswiese umfunktionieren.

Für den optimalen Start in die Anbausaison empfiehlt sich ein Frühbeetaufsatz. Für unsere hochwertigen Hochbeete gibt es passgenaue Modelle vom Hersteller. Diese haben den großen Vorteil, exakt mit dem Beet abzuschließen, die Wärme bleibt besser im Inneren gespeichert was die zarten Pflänzchen mit kräftigem Wuchs danken.

Das Thema Temperatur ist für jeden Gärtner wichtig. Ein Gewächshausthermometer, idealer Weise in Kombination mit einem Bodenthermometer, installiert und schon ist man im Bilde! Gerade im Frühjahr ist das ausgesprochen praktisch. Spontane Temperaturstürze haben schon so manche Ernte verhindert.

Auch wenn das Problem Schnecken im Hochbeet häufig weniger akut ist als beim Freilandanbau – die unliebsamen Gartenbewohner schaffen es unter Umständen dennoch gefährlich nah an die Pflanzen. Abhilfe schafft eine Schneckenkante aus Metall. Die Schnecken kommen an dieser nicht vorbei und Sie können auf Schneckenkorn und Co verzichten.

Im Grunde genommen kein Zubehör, sondern eher Material zum Bau eines Hochbeets, aber dennoch praktisch, wenn man es zur Hand hat: Holzschutzfarbe, beziehungsweise Lasur. Spätestens wenn Sie das Beet nach ein paar Jahren neu befüllen lohnt es sich den Anstrich gleich mit zu erneuern. Beim Wechsel der Erde prüfen Sie am besten auch gleich noch den Zustand der Schutzfolie an der Innenseite und ersetzen diese mit neuer Teichfolie.

Schneckenkante an einem Hochbeet