Gewächshaus im Sommer

13.05.2021

Pflanztipps für die Monate Mai / Juni / Juli / August

Der Garten im Wonnemonat Mai

Im Gewächshaus herrscht jetzt reges Treiben und zwar gleich in zweierlei Hinsicht. Stetig steigende Temperaturen und ausgezeichnete Lichtverhältnisse sorgen natürlich bei allen Zöglingen für einen enormen Wachstumsschub. Immer vorausgesetzt, der Pflanzenliebhaber sorgt auch für genügend Wasser und Nährstoffe. 

Von sämtlichen Hobbygärtnern herbeigesehnt: Der Startschuss für die Outdoor-Pflanzsaison fällt jedes Jahr, unabhängig von regionalen Besonderheiten, nach den Eisheiligen. Seit Jahrhunderten lässt sich leider mit schöner Regelmäßigkeit zwischen dem 11. und 15. Mai nochmals ein Kälteeinbruch beobachten. Teilweise muss noch mit Schneefällen bis in die Niederungen sowie Nachtfrösten gerechnet werden. Erst nach der sogenannten „Kalten Sophie“ (15. Mai) kann nach Herzenslust gepflanzt werden.

Bepflanzung des Gewächshauses

Raus ins Freie und rein ins (Gewächshaus)Beet – Der Pflanzkalender im Mai

Für den Besitzer eines Hobby-Gewächshauses bedeutet das: Bis Mitte Mai sollte er auf jeden Fall aufmerksam die Wettervorhersagen verfolgen. Erst wenn keine Frostgefahr mehr besteht, darf die Gewächshausheizung ausgeschaltet werden. Bekommen die Jungpflanzen einen Kälteschaden ab, wäre die Arbeit der Vormonate größtenteils umsonst gewesen.

 

Endlich dürfen also die im Gewächshaus sorgfältig überwinterten, mediterranen Kübelpflanzen-Schönheiten wieder raus auf die Terrasse und in den Garten. Auch vorgezogene, zarte Gemüsepflänzchen, allen voran Tomaten, Paprika sowie diverse Salatsetzlinge können jetzt ins Freiland umziehen. Weil ohnehin nicht alles gleichzeitig zu bewältigen ist, warten die besonders wärmeliebenden und schnellwachsenden Gurken, Kürbisse und Zucchini gegebenenfalls sogar bis Ende Mai.

 

Mittlerweile entdecken immer mehr Gartenfreunde die Vorzüge, einer durchgehenden Kultivierung Ihre Gemüsepflanzen im Gewächshaus. Wer ein paar Tipps beherzigt, wird in der Regel mit einer reichen Ernte von knackig frischem Gemüse aus dem eigenen, ökologischen Anbau belohnt. Der erste Schritt vor dem Pflanzen der Sommerkultur ist daher das Einarbeiten von Kompost, unempfindliche Nasen verwenden gut abgelagerten Stallmist. Als Langzeitdünger hat sich Hornmehl bestens bewährt.

Tomaten – die Gewächshaus-Klassiker

Tomatenernte

Tomaten mögen partout kein Wasser von oben. Unter dem Glasdach bleiben ihre Blätter trocken, sodass sie vor der gefürchteten Kraut- und Braunfäulekrankheit, einer ansteckenden Pilzerkrankung, geschützt sind. Allerdings brauchen sie unbedingt frische Luft. Gleichzeitig wird vielfach außer Acht gelassen, dass die ursprünglich aus Mexiko stammenden Tomaten bei Temperaturen über 30 Grad ebenfalls Probleme bekommen.

 

Außerdem gilt generell für alle Pflanzen im Gewächshaus: Um Früchte ansetzen zu können, muss während der Blüte eine Bestäubung erfolgen. Was im Freiland Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten sowie der Wind übernehmen, muss auch hier funktionieren. Daher bitte so oft wie möglich die Tür und die Dachfenster weit aufstellen.

 

Allerdings gilt es, Zugluft zu vermeiden, da viele Pflanzen dies, aufgrund einer stark erhöhten Verdunstung, nicht vertragen. Während einer Schlechtwetterperiode sollte der Mensch sicherheitshalber bei der Bestäubung etwas nachhelfen, indem er die blühende Pflanze mehrmals täglich leicht bewegt oder einen Ventilator einsetzt.



Tomatenglück  im Gewächshaus

Tipp: Bereits bei der Anschaffung eines Gewächshauses empfiehlt es sich darauf zu achten, dass das Lieblingsmodell genügend Fenster mit automatischen Fensterhebern oder Lüftungsklappen besitzt, sodass ein Hitzestau auf alle Fälle vermieden wird. Selbstverständlich weiß der Pflanzenfreund ebenfalls eine angenehme Durchlüftung beim Werkeln anstelle tropischer Hitze zu schätzen.

Tomaten wollen, wie Gurken, immer hoch hinaus. Optimal, denn der Raum im Gewächshaus ist ohnehin begrenzt und sollte daher bestmöglich genützt werden. Spiralstäbe aus verzinktem Stahl oder Aluminium leisten hier als Rankhilfe hervorragende Dienste.

Gurken – knackig frische Schlankmacher

Gurkenernte

Im Gegensatz zur Tomate liebt es die Gurke feucht-warm. Aber mit etwas Heimwerker-Talent gelingt auch eine „Zweiteilung“ des Gewächshauses in eine tropische Klimazone und eine mäßig warme, trockene Zone. Da beide Gemüsearten, ebenso übrigens wie Kürbis, Melone und Zucchini, zu den Starkzehrern zählen, sind ihre Ansprüche an die Nährstoffe im Boden nahezu identisch.

 

Unverzichtbar, speziell für Gurken im Gewächshaus, wo der Platz knapp bemessen und dementsprechend kostbar ist: Eine Rankhilfe, um sie in luftige Höhen klettern zu lassen. Ein paar, bis unters Gewächshausdach gespannte Schnüre oder ein simples Drahtgitter genügen ihnen völlig, um die Blätter und später auch die Früchte vom feuchten Boden fernzuhalten. Sonst besteht die Gefahr, dass diese faulen oder Schädlinge und Bakterien, die sich in dem feuchtwarmen Milieu äußerts wohl fühlen, den Selbstversorger um seinen Ertrag bringen.

 

Charmanter Nebeneffekt: Die Ernte gestaltet sich deutlich angenehmer, da der meist ohnehin gestresste Gärtnerrücken geschont wird. Außerdem werden keine Früchte mehr übersehen.

Auberginen, Chilis, Paprika, Zucchini, Buschbohnen & Co.

Auberginenernte

Auberginen sind bei uns, auch im privaten Gewächshaus, schon längst keine Exoten mehr. Das ursprünglich aus Ostasien stammende Nachtschattengewächs erfreut sich in der ganzen mediterranen und nordafrikanischen Küche großer Beliebtheit. Da das Fruchtgemüse mit der markanten Birnenform und der ebenso markanten, dunkelvioletten bis schwarzen Farbe ein enger Verwandter von Tomaten und Paprika ist, ist die Kultivierung daher ähnlich.

Die vorgezogenen Pflänzchen wandern nach den Eisheiligen raus ins Beet. Weil sie aber sehr wärmeliebend sind, benötigen sie unbedingt einen geeigneten Standort. Im Gewächshaus sind die Bedingungen optimal, allein ihr Wuchs ist sehr ausladend. Da die Früchte gleichzeitig sehr schwer werden können, ist eine Rankhilfe unbedingt erforderlich, gegebenenfalls sollten sogar überzählige Triebe mit einem scharfen Messer entfernt werden.

Aubergine

Chilis, von fruchtig mild bis ultra hot, stehen seit ein paar Jahren bei Gartenfreunden, Grillenthusiasten und Hobbyköchen gleichermaßen hoch im Kurs. Paprika gelten als wahre Vitaminbomben. Sie werden unter anderem wegen ihres hohen Gehalts an antioxidativ wirksamen Stoffen wie Vitamin C und Betacarotin, sowohl roh als aromatischer, kalorienarmer Snack oder im Salat, sowie als geschmortes Gemüse sehr geschätzt.

Chilis und Paprika werden als Samen oder Jungpflanzen in einer faszinierende Sortenvielfalt angeboten. Daher variieren sie auch, was Ihre spezifischen Ansprüche angeht.

Generell wünschen sie sich jedoch ein Klima, vergleichbar dem der Tomate. Im Gegensatz allerdings zur tiefwurzelnden Tomate sind sie Flachwurzler, das bedeutet: regelmäßiges Gießen ist Pflicht, sonst trocknen die Wurzeln aus. Je nachdem, für welche Sorte Sie sich entscheiden, genügt es, die Pflanzen lediglich etwas zu stützen. Für hochwachsende Exemplare hingegen sind Schnüre oder Pflanzstäbe unverzichtbar.

Die grünen, gelben oder gestreiften, kugeligen oder schlanken Zucchini sind bei Kindern, Gartenneulingen und „alten Hasen“ gleichermaßen beliebt. Grund: Sie sind pflegeleicht und belohnen gleichzeitig mit einer reichen Ernte. Allerdings brauchen sie Platz, viel Platz. Ähnlich verhält es sich mit Kürbissen und Melonen, daher muss der Gewächshausbesitzer hier Prioritäten setzen. 

Eine interessante, gleichfalls dankbare und ertragreiche Alternative sind Buschbohnen. Sie stellen keine großen Ansprüche an die Bodenqualität. Da sie allerdings ursprünglich in Mittelamerika Zuhause waren, benötigen sie unbedingt Wärme. Die gibt es im Gewächshaus satt und genug.

Weiterer Pluspunkt: Die zarten Hülsenfrüchte sind „frühreif“, das heißt, sie können deutlich vor den Stangenbohnen geerntet werden. Außerdem können Buschbohnen bis zu drei Mal nacheinander auf der gleichen Fläche angebaut werden. Wer möchte, kann im Gewächshaus also sogar mehrere Ernten pro Jahr „einfahren“.  

Tipp: Auf einer kleinen Fläche, notfalls in einem Blumentopf, unbedingt etwas Bohnenkraut säen. Das anspruchslose Küchenkraut ist unheimlich aromatisch und sorgt in vielen Bohnen- oder Kartoffelgerichten für das gewisse Etwas. Außerdem harmoniert es hervorragend zu Lamm und Wild.

Der Juni im Gewächshaus

Dieser Monat steht ganz im Zeichen der Pflege - gießen, nachdüngen und lüften einerseits, Gurken und Tomaten in die richtige (Wuchs-)Richtung lenken andererseits. Letztere müssen überdies „ausgegeizt“ werden. Das heißt, dass ständig alle Neuaustriebe aus den Blattachsen, sobald man sie entdeckt, behutsam von Hand ausgebrochen werden. Die Pflanze investiert sonst zu viel Kraft ins Blattwerk statt in die Früchte.

 

Da die Temperaturen jetzt schon problemlos die 30°-Marke erreichen können, darf das Lüften auf keinen Fall vergessen werden. Außerdem gilt es immer, nach Schädlingen Ausschau zu halten und diese gegebenenfalls zu bekämpfen. Gewächshaus-Neulinge sollten, falls nicht bereits beim Kauf geschehen, über eine effektive und zugleich komfortable Art der Beschattung ihrer Dachflächen nachdenken. Denn auch bei Pflanzen besteht Sonnenbrand-Gefahr

 

Wer freie Flächen im Gewächshaus hat: schnellwüchsige Salate gehen immer, ebenso Radieschen.

Hochsommer im Gewächshaus: Der Juli

Jetzt ist Hauptwachstumszeit! Wenn gleichzeitig jedoch ein Hitzerekord den anderen jagt, steht Gießen, am besten morgens und abends, sowie Lüften ganz oben auf der To-Do-Liste des Gartenfreunds und Gewächshausbesitzers.

Tipp: Besonders „smart“ ist eine automatische Bewässerung über das Gardena Micro-Drip Start Set S für kleine Pflanzreihen bis 15 Meter. 

Arbeit im Gewächshaus

Eine Gärtnerweisheit besagt: Einmal Hacken spart dreimal Gießen! Will heißen, wenn intensiv bewässert wird verfestigt sich der Boden. Das Gießwasser fließt, komplett oder anteilig, ungenutzt ab, weil es nicht an die zarten Pflanzenwurzeln gelangen kann. Daher sollte der Boden dringend aufgelockert werden.

 

Wer in der zweiten Jahreshälfte nicht auf seinen geliebten, erntefrischen Salat verzichten möchte, beginnt nun mit der Anzucht von Endivien, Eis- und Kopfsalat.

August – Haupterntezeit

Im August ist auch im Gewächshaus Erntevergnügen pur angesagt. Selbst wenn dieser Monat im Mittel bereits wieder ein wenig kühler ist, als der Juli, kann natürlich das regelmäßige Gießen und Lüften nicht eingestellt werden. Lediglich beim Düngen der Hauptkulturen darf etwas reduziert werden.

 

Bei der Aussaat sind jetzt Feldsalat, Mangold und Spinat an der Reihe.


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Freistehende Gewächshäuser

Ein Gewächshaus kann mehr sein als der Ort, an dem Ihre Pflanzen überwintern - er kann Ihr Lieblingsort im Garten werden. Geschützt vor Regen, verbringen hier Gärtner ihre Freizeit. Mit Blick nach draußen schmeckt der Kaffee direkt doppelt gut und das Buch in der Hand erweist sich als Pageturner, die Stunden vergehen wie im Flug. Wunderbar so eine Ruhe-Oase im eigenen Garten! Hier entlang geht's zu unseren freistehenden Modellen!

Anlehngewächshäuser 

Praktisch und überaus ergiebig lässt sich ein Anlehngewächshaus nutzen. Wie der Name bereits verrät, wird eine bereits vorhandene Wand (von Haus oder Garage) genutzt, um den Bau zu realisieren. Diese Gewächshäuser sind wahre Raumwunder und obendrein ein echter Hingucker! So ist der Blick auf Haus oder Garage stets grün gesäumt und das ganze Jahr über hat der Gartenfreund etwas zu tun. Eine Auswahl unserer Anlehn-Varianten finden Sie hier.


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