Blumenpflege - So gehts richtig!

Datum: 07.05.2019


Wichtig bei der Blumenpflege: Richtig düngen!

Sie haben sich in die attraktiven Kübelpflanzen mit dem ultimativen Urlaubs-Feeling verliebt? Sie schätzen den verführerischen Geschmack frischer Kräuter von der Fensterpark zur Abrundung einer leckeren Mahlzeit? Ob Azaleen oder Buchsbaum, Orchidee oder Rose, Tomate oder Zitruspflanze - Für die richtige Pflege bedanken sie sich bei Ihnen mit zahlreichen großen Blüten, intensivem Grün, einem schönen Ertrag und einem gesunden Wuchs.

Häufig ist es jedoch so, dass wir nicht ausschließlich Hochbeet-Pflanzen besitzen sondern gleichzeitig noch ein paar stattliche Zimmerpflanzen für die Luftreinhaltung im Wohnzimmer. Die momentan angesagten Sukkulenten benötigen ebenso die eine oder andere Aufmerksamkeiten wie Geranie, Fuchsie, Petunie und Co. Die speziellen Bio-Dünger für Obst- und Gemüsepflanzen nicht zu vergessen, ebenso wenig wie die Sprühpräparate, welche für eine frische, intensiv-grüne Optik der Pflanzenblätter sorgen.

Organischer Dünger, anorganischer Dünger, Volldünger, Ein- oder Zweinährstoffdünger - Was sind die Unterschiede?

Der Markt der Düngemittel ist riesig, die Unterscheidungskriterien vielseitig. Die Fachwelt differenziert zwischen organischem Dünger aus pflanzlichen oder tierischen Abfallprodukten, und anorganischem also mineralischem Pflanzendünger. Außerdem spricht man von Volldüngern und sogenannten Ein- oder Zweinährstoffdüngern, bei welchen eine oder zwei der drei Hauptkomponenten Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) fehlt.

Tipp: Vor dem Kauf lohnt es sich generell, einen Blick auf die exakte Nährstoff-Zusammensetzung eines NPK-Düngers zu werfen. Denn sattes Grün und eine üppige Blütenpracht auf der Verpackung sagen überhaupt nichts über den Inhalt aus. In preislicher Hinsicht entscheidend ist die Nährstoffkonzentration, hieraus ergibt sich letztendlich auch die Düngermenge, welche pro Quadratmeter ausgebracht werden muss.

Welcher Dünger wird wofür verwendet?

Weiterhin ist es wichtig zu wissen, ob es sich um ein stickstoffbetontes oder phosphorbetontes Mittel handelt. Ersterer wird auch als Gründünger bezeichnet, da hier ein kräftiger Wuchs und eine gesunde Entwicklung der Blätter im Vordergrund stehen. Dankbare Abnehmer sind in erster Linie Rasen, Salat oder Kohl sowie verschiedene Zimmerpflanzen. Ein Präparat mit hohem Phosphatanteil, auch „Blühdünger“ genannt, fördert vor allem die Blühkraft sowie den Ertrag der Pflanzen. Er wird gerne für Zimmerpflanzen, stark zehrende Balkonblumen (Fuchsie, Geranien, Petunien), Hülsenfrüchte oder Obstbäume verwendet. Ein weiteres wichtiges Merkmal eines Düngers ist seine Wirkungsdauer, man unterscheidet zwischen Sofort- oder Start-Düngern und Langzeit-Düngern.

Neben den Universaldüngern bieten die Garten-Profis von COMPO diverse sortenspezifische Spezialdünger an. Sie versorgen jede Pflanzengruppe mit exakt den Nährstoffen, welche sie für ein optimales Gedeihen benötigt. Und sie bieten diese hochwirksamen Produkte in verschieden Darreichungsformen an. Den Flüssigdünger wenn es schnell gehen soll und Düngestäbchen, wenn es maximal komfortabel sein soll. Der Feststoffdünger oder das Granulat kommen zum Einsatz, wenn Sie Wert auf eine Langzeitdüngung legen, außerdem besteht hierbei kaum die Gefahr einer Überdüngung.

Tipp: Bevorzugen Sie das Qualitätsprodukt. In unabhängigen Tests wurde vielfach nachgewiesen dass Billigprodukte längst nicht halten, was sie versprechen. Mindestens ebenso schlimm wie die zu geringen Nährstoffkonzentrationen sind zu hohe Schadstoffwerte (z.B. Schwermetalle, Chlorid).

Was sind Dünger Alternativen?

Selbstverständlich gibt es diverse „Geheimrezepte“ und „Hausmittelchen“, welche anstelle von Spezial-Düngeprodukten eingesetzt werden können. Dabei tun sich aber immer die gleichen, skeptischen Fragen auf, allen voran die nach der tatsächlichen Wirksamkeit sowie nach der Gebrauchsfertigkeit. 

Fakt ist in jedem Fall, dass es sich in der Regel um sehr einseitige Lösungen handelt.

Blaukorn als Dünger?

Blaukorn, ein rein mineralischer Volldünger, hält große Mengen an Stickstoff (N), Phosphat (P) und Kalium (K) für die Pflanzen bereit und ist gleichzeitig schnell löslich. Tatsächlich ist er so schnell löslich, sodass der Stickstoff größtenteils gar nicht aufgenommen werden kann und als Nitrat das Grundwasser belastet. Der Gartenboden oder die Pflanzerde ist überdüngt, das Bodenleben und die -struktur langfristig stark beeinträchtigt. Darüber hinaus kommt es bei Pflanzen welche vergleichsweise wenige Nähstoffe benötigen, schnell zu einer Überdüngung. Sie schießen damm förmlich in die Höhe, das Ausbilden von Blüten, Blättern oder Früchten bleibt jedoch aus.

Kaffeesatz als Dünger Alternative?

Kaffeesatz, lange nicht so „gefährlich“ wie Blaukorn, leider etwas mühsam, weil in einem normalen Haushalt täglich nur ein paar Löffel anfallen. Diese müssen separat und trocken gesammelt werden, denn sie fangen schnell an zu schimmeln. Großer Vorteil dieses Düngers: Es handelt sich um ein rein pflanzliches Produkt mit hohem Stickstoffanteil. Großer Nachteil: Beim Rösten roher Kaffeebohnen entstehen sogenannte Huminsäuren, Kaffeesatz macht die Erde folglich leicht sauer, das mögen nicht alle Pflanzen. Außerdem, was machen die ganzen Anwender von Pads und Kapseln?

Flüssigdünger aus Eierschalen

Andere Garten-Spezialisten schwören auf Eierschalen. Sie besteht zu 90% aus Kalk, enthalten weiterhin Calcium und Magnesium. Aus den zerstoßenen Schalen und herkömmlichem Leitungswasser wird über mehrere Tage ein Sud angesetzt, welcher zum Gießen verwendet wird. Wer jedoch keine Großfamilie in der Hinterhand hat, welche täglich große Mengen Eier verspeist, muss sich gleichfalls erst einmal in Geduld üben.

Selbstgemachter Dünger aus Bananenschalen

Oder stehen Sie mehr auf Bananen? Auch aus deren Schale lässt sich ein prima alternativer Dünger herstellen. Sie enthält circa 10 % Kalium und ebenfalls kleinere Mengen Calcium, Magnesium und Stickstoff. Selbstverständlich sollten Sie für dieses Vorhaben beim Einkauf zur Bio-Variante greifen.

Tierischen Dünger - Kuhdung, Pferdeäpfel oder Hühnermist daheim verwenden?

Kuhdung, Pferdeäpfel oder Hühnermist – seit Jahrtausenden ein, wegen seines hohen Stickstoffgehalts, geschätzter, rein biologischer Dünger, welcher objektiv betrachtet, tonnenweise zu Verfügung steht. Doch für zahlreiche Hobbygärtner stellt sich direkt die Frage: Wo lagern? Wer ein großzügiges Gartengrundstück sein Eigen nennt hat bestimmt eine abgelegene Ecke, welche entsprechend genutzt werden kann. Dort fühlen sich dann hoffentlich die empfindlichen Nasen der Nachbarn nicht gestört; alle anderen haben ein Problem.

Generell scheiden sich die Geister am Thema: Ist Mist nicht „zu scharf“, also ätzend, für empfindliche Pflanzenwurzeln? Der von Hühnern ja, der von Kühen nein, und der von Pferden nur als natürliche Heizung fürs Frühbeet sagen die einen. Andere „Fachleute“ verweisen darauf, dass Rinderdung auf jeden Fall mehrere Monate rotten muss, da das Stroh die Stickstoffaufnahme hemmt. Könnte wiederum umgangen werden, wenn die Pferdeäpfel direkt von der Wiese „gepflückt“ werden. Nächste Problematik: Gibt es den „Bauer Ihres Vertrauens“? 

Denn es ist gleichfalls wichtig zu wissen, wie und auf welchem Einstreu die Tiere gehalten werden? Welches Futter erhalten sie, werden regelmäßig Medikamente verabreicht und wenn ja, welche? Skeptiker befürchten darüber hinaus, dass man sich zusammen mit dem frischen Mist auch unverdaute Pflanzensamen sowie tierische Schädlinge ins Beet holt. Für Indoor-Pflanzen, zur Düngung von Balkonkästen und Kübelpflanzen sowie für vergleichsweise kleine Anpflanzungen ist diese Lösung selbstredend ungeeignet.

Wer nicht auf dem Land wohnt und keinen Zugang zu einem Bauerhof hat, kann hier Pferdedung auch getrocknet und abgepackt bestellen. 

Pflanzenjauche - Biologischer Dünger

Ebenfalls ein uralter Geheimtipp: Pflanzen-Jauche. Neben Brennnesseln eignen sich Beinwell, Giersch, Löwenzahn, Schachtelhalm, Knoblauch oder Zwiebeln um einen billigen, wirkungsvollen und absolut umweltfreundlichen Flüssigdünger herzustellen. Brennnessel-Jauche punktet beispielsweise durch einen hohen Stickstoff- und Kalium-Gehalt und eignet sich darüber hinaus noch zur Schädlingsbekämpfung. Beinwell enthält zusätzlich noch Phosphat, Spurenelemente, Kieselsäure sowie Gerbstoffe. 

Knoblauchjauche fördert ebenfalls die Entwicklung der Pflanze, während Knoblauch-Tee im Kampf gegen Mehltau auf Rosen, Gurken, Zucchini oder Stachelbeeren ein echtes Wundermittel ist. Übrigens: Es gibt auch Garten-Experten, die setzen auf regelmäßige Spritztouren mit frischer, unbehandelter Bio-Vollmilch.

Zurück zur pflanzenstärkenden Jauche, diese Düngemethode hat drei gravierende Nachteile. Erstens, die Brühe muss erst angesetzt werden, sie steht somit zum Zeitpunkt des eigentlichen Gebrauchs nicht direkt zur Verfügung. Heißt auch, die betreffenden Pflanzen müssen in ausreichender Menge vorhanden sein. In der Regel handelt es sich jedoch um Pflanzen, welche man lieber nicht im Garten haben möchte. 

Ansetzen bedeutet Gären und ein 14-tägiger Gärprozess bedeutet großflächige Geruchsentwicklung, Herstellung und Ausbringung sind eine gewisse Herausforderung.Last but not least müssen Sie genau darauf achten, welche Pflanzen beispielsweise mit Brennnesseljauche beglückt werden sollen. Erbsen, Karotten, Knoblauch oder Zwiebel mögen diese nämlich überhaupt nicht.

Verschiedene Düngerarten: Wofür Feststoffdünger, Flüssigdünger oder Langzeitdünger?

Flüssigdünger - Vorteile und Anwendung 

Beginnen wir mit dem Flüssigdünger, er hat den schnellsten Weg zu den Pflanzenwurzeln, die Nährstoffe stehen der Pflanze sofort zur Verfügung. Weitere Vorteile:

  • Unproblematische Dosierung auf den Milliliter genau
  • kann mit der Gießkanne großflächig und gleichmäßig, bei Bedarf jedoch auch pflanzenspezifisch ausgebracht werden --> ideal für Zimmer- und Topfpflanzen sowie Balkonkästen und Kübelpflanzen
  • es muss keine Streuschaufel, Handstreuer oder Streuwagen angeschafft werden
  • beim Ausbringen entsteht kein gesundheitsgefährdender Staub, Granulat dagegen wird teilweise „vom Winde verweht“
  • muss nicht in den Boden eingearbeitet werden
  • durch das Gießwasser besteht bei trockenem Boden nicht die Gefahr, dass Wurzeln und Pflanzenteile verätzt werden
  • optimal geeignet für Zeiten hohen Nährstoffbedarfs

COMPO Flüssigdünger gibt es sowohl als Universal-Blumendünger in einem größerem Gebinde, wie als Spezialdünger in kleineren Flaschen für die unterschiedlichsten Pflanzenarten. Für Gemüsepflanze, Kräuter oder Zitrusgewächse stehen selbstverständlich Bio-Präparate zur Verfügung. Krank aussehende Pflanzen sollten nicht gedüngt werden, durch eine Überdüngung könnten sie noch stärker geschädigt werden. Hier empfiehlt sie eine regenerierende Aufbaukur.

Tipp: Auch vor der Gabe von Flüssigdünger empfiehlt es sich, die Erde anzufeuchten. Unmittelbar nach einem ergiebigen Regen oder bevor Regen vorhergesagt ist nicht düngen, die Nährstoffe könnten ohne jegliche Wirkung erzielt zu haben, ausgeschwemmt werden.

Feststoffdünger - Vorteile und Anwendung

Die verschiedenen COMPO Feststoffdünger haben zwei große Vorteile. Zum einen sind sie sehr ergiebig, zum anderen versorgen sie Ihre Blumen, Obst- und Gemüsepflanzen für bis zu 6 Monate mit den erforderlichen Haupt- und Spurennährstoffen. 

Häufig enthalten sie eine Extra-Portion Magnesium und Eisen, um die Widerstandskraft zu erhöhen und einer Chlorose (Blattvergilbung) vorzubeugen. Teilweise sind die Präparate wasserlöslich, sodass sie wahlweise durch Gießen oder Streuen ausgebracht werden können. Für eine einfache Dosierung liegt den meisten Qualitätsprodukten ein praktischer Dosierlöffel bei.

Langzeitdünger - Vorteile und Anwendung

Die COMPO Düngestäbchen sind ein besonders simpler und komfortabler Langzeitdünger für Blühpflanzen, Grünpflanzen und Palmen sowie Tomaten- und Gemüsepflanzen. Sie werden, gemäß der Dosierungsempfehlung, nur nahe der Wurzel in die Erde gesteckt.

 Damit die konstante Abgabe der hochwirksamen Nährstoffe gewährleistet ist, müssen Sie lediglich darauf achten, dass die Erde immer gut feucht ist. Die kleinen Sticks, welche meist auch den hochwertigen Guano-Naturdünger enthalten, sind nicht zuletzt deshalb so beliebt, weil Sie zu ihrer Aufbewahrung kaum Platz benötigen.

Tipp: Düngestäbchen bei neu gekauften Pflanzen erst nach circa 6 Wochen anwenden, wenn die Vordüngung des Händlers ihre Wirkung verliert, sonst kommt es unter Umständen zu einer Überdüngung.

Blattpflege richtig gemacht 

Wer schon einmal einen stattlichen Elefantenfuß (Beaucarnea) mit seinen scharfkantigen Blättern abgestaubt hat, lernt die hochwertigen COMPO Blattpflege-Produkte schnell zu schätzen. Generell ist ein Abduschen bei großen Pflanzen mit schweren Pflanzgefäßen oder Pflanzen mit behaarter, schuppiger oder wachsartiger Blattoberfläche problematisch. 

Auch die Optik von Orchideen und anderen Zimmerpflanzen leidet stark, wenn sich das intensive Grün unter einer Staubschicht verbirgt oder Wasser- und Kalkflecken aufweist. Wer seinen Schützlingen vor allem im Winter bei trockener Heizungsluft etwas Gutes tun möchte, gönnt ihnen die einfach anzuwendende, gebrauchsfertige Sprühpflege

Sie bewirkt, dass die Pflanzen das zur Verfügung stehende Licht komplett für ihre Photosynthese nützen können und somit deutlich vitaler sind. Bei den repräsentativen Blättern einer Monstera oder Yuccapalme leisten darüber hinaus die Blattpflege-Tücher gute Dienste.